Restfeuchte ist der nach dem Trocknen noch im Estrich verbliebene Anteil an Feuchtigkeit. Frisch eingebauter Estrich enthält das Anmachwasser, das beim Aushärten teils chemisch gebunden wird und teils verdunsten muss. Solange zu viel ungebundene Feuchte im Material steckt, ist der Estrich nicht belegreif.
Gebundenes und freies Wasser
Ein Teil des Wassers reagiert mit dem Bindemittel und bleibt dauerhaft im Kristallgefüge – dieses gebundene Wasser ist unkritisch. Problematisch ist nur das freie Wasser, das noch verdunsten will. Genau dieser Anteil wird mit der CM-Messung ermittelt und in CM-% angegeben.
Was die Trocknung beeinflusst
- Estrichart und -dicke: Calciumsulfatestrich trocknet zügiger als Zementestrich; je dicker die Schicht, desto länger dauert es.
- Raumklima: Warme, trockene, leicht bewegte Luft beschleunigt das Trocknen – kalte, feuchte, stehende Luft bremst es stark.
- Lüften und Heizen: Richtiges Lüften (Feuchte abführen) und das Funktionsheizen bei Heizestrich verkürzen die Wartezeit deutlich.
Aus unserer Praxis
Zu hohe Restfeuchte ist die häufigste Ursache für Bodenschäden. Wir messen deshalb verbindlich nach und unterstützen, wo möglich, mit Bautrocknern und einem durchdachten Lüftungsregime, um die Bauzeit nicht unnötig zu strecken – aber nie auf Kosten der Sicherheit.
Estrich vom Fachbetrieb
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