Die CM-Messung (CM steht für Calciumcarbid-Methode) ist das anerkannte Verfahren, um die Restfeuchte eines Estrichs vor dem Belegen verbindlich zu bestimmen. Sie liefert den Wert, an dem die Belegreife festgemacht wird, und ist damit die wichtigste Messung vor jeder Bodenbelagsverlegung.
So funktioniert sie
- An einer repräsentativen Stelle wird über die gesamte Estrichdicke eine Probe entnommen und zerkleinert.
- Eine genau abgewogene Menge des Materials kommt zusammen mit Stahlkugeln und einer Ampulle Calciumcarbid in eine Stahldruckflasche.
- Durch Schütteln zerbricht die Ampulle. Das Calciumcarbid reagiert mit der im Estrich enthaltenen Feuchtigkeit zu Acetylen-Gas.
- Der entstehende Druck wird am Manometer abgelesen und über eine Tabelle in den Feuchtegehalt in CM-% umgerechnet.
Warum nicht einfach ein elektrisches Messgerät?
Elektronische Feuchtemessgeräte (nach dem Widerstands- oder Kapazitätsprinzip) sind praktisch für eine schnelle, zerstörungsfreie Orientierung an der Oberfläche – aber sie sind nicht belegreife-tauglich. Nur die CM-Messung erfasst die Feuchte über den gesamten Querschnitt und ist als Nachweis anerkannt. Im Streitfall zählt der CM-Wert.
Aus unserer Praxis
Wir führen die CM-Messung durch, bevor wir auf unserem eigenen Estrich Fliesen verlegen, und dokumentieren das Ergebnis. So ist für alle Beteiligten nachvollziehbar, dass die Fläche wirklich belegreif war – die Basis für einen Boden, der hält.
Estrich vom Fachbetrieb
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