Calciumsulfatestrich – Kürzel CA, früher und umgangssprachlich oft „Anhydritestrich“ genannt – verwendet Calciumsulfat (Anhydrit) als Bindemittel statt Zement. Er hat sich vor allem im Innenbereich als komfortable Alternative zum Zementestrich etabliert und ist ebenfalls in DIN EN 13813 genormt.
Seine Stärken
- Sehr eben und fugenarm: Calciumsulfatestrich schwindet beim Trocknen kaum und kann daher in großen, fugenlosen Flächen eingebaut werden – ein klarer Vorteil bei offenen Grundrissen.
- Ideal für Fußbodenheizung: Er leitet Wärme gut und lässt sich dünner einbauen als Zementestrich, was die Heizung schneller reagieren lässt und Energie spart.
- Als Fließestrich erhältlich: Viele Calciumsulfatestriche werden fließfähig eingebracht, verlaufen praktisch von selbst und ergeben eine besonders ebene Oberfläche.
Die entscheidende Einschränkung
Calciumsulfatestrich ist feuchteempfindlich. Bei dauerhafter Nässe verliert er an Festigkeit. Deshalb gehört er nicht in den Außenbereich und nur mit fachgerechter Abdichtung ins Bad. Für Wohnräume, Schlafzimmer, Flure und Wohnküchen ist er dagegen eine ausgezeichnete Wahl. Auch hier gilt: Vor dem Belegen muss die Restfeuchte stimmen – die Grenzwerte sind sogar niedriger als beim Zementestrich, weshalb die Messung besonders wichtig ist.
Aus unserer Praxis
Über einer Fußbodenheizung ist Calciumsulfat- bzw. Fließestrich für uns oft die erste Wahl: Er umschließt die Heizrohre vollständig, bildet keine Hohlräume und überträgt die Wärme gleichmäßig in den Raum. Wir achten beim Einbau auf das korrekte Aufheizprotokoll der Fußbodenheizung – ein Schritt, der vor dem Belegen zwingend dokumentiert sein muss.
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