Glossar · Fliesen­arbeiten

Verbundabdichtung

Dichtschicht unter den Fliesen im Nassbereich.

Die Verbundabdichtung (Fachbegriff „Abdichtung im Verbund mit Fliesen“, AIV) ist eine wasserdichte Schicht, die direkt unter den Fliesen auf den Untergrund aufgebracht wird – bevor verklebt wird. Sie schützt die dahinterliegende Wand und den Estrich vor eindringender Feuchtigkeit. Im modernen Bad ist sie der entscheidende, später unsichtbare Schutz gegen Feuchteschäden.

Warum die Fliese allein nicht dicht ist

Ein verbreiteter Irrtum: Fliesen und Fugen seien wasserdicht. Tatsächlich ist der Fugenmörtel wasserdurchlässig – Feuchtigkeit gelangt mit der Zeit dahinter. Ohne Abdichtung dringt sie in Wand und Estrich, was zu Durchfeuchtung, Ablösungen und Schimmel führt. Die Verbundabdichtung fängt genau diese Feuchtigkeit ab.

Wie sie ausgeführt wird

  • Flüssig aufgetragene Dichtschlämme oder Dichtungsbahnen auf dem grundierten Untergrund.
  • Dichtbänder in allen Ecken, an Wandanschlüssen und um Rohrdurchführungen – die kritischen Stellen, an denen Wasser sonst eindringt.
  • Abgestimmt auf die Wassereinwirkungsklasse des Bereichs (Dusche und Bodenbereich stärker beansprucht als die Wand hinter dem Handtuchhalter).

Aus unserer Praxis

Im Bad ist die Verbundabdichtung für uns Pflicht, nicht Kür – gerade in der Dusche und im Bodenbereich. Wir arbeiten die Dichtbänder in allen Ecken und an allen Durchdringungen sauber ein, denn dort entscheidet sich, ob das Bad in zehn Jahren noch trocken ist.

Fliesen­arbeiten vom Fachbetrieb

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