Glossar · Fliesen­arbeiten

Dünnbett- und Dickbettverfahren

Zwei Methoden, Fliesen zu verlegen.

Dünnbett- und Dickbettverfahren sind die beiden grundsätzlichen Methoden, Fliesen zu verlegen – sie unterscheiden sich in der Dicke der Mörtelschicht zwischen Untergrund und Fliese.

Der Unterschied

  • Dünnbett (Standard heute): Ein dünn aufgekämmter Fliesenkleber (wenige Millimeter) auf einem bereits ebenen Untergrund. Schnell, materialsparend und das Verfahren der Wahl im modernen Bau – setzt aber einen ebenen, tragfähigen Untergrund voraus.
  • Dickbett (klassisch): Ein dickes Mörtelbett (ca. 1,5–3 cm), in das die Fliese gelegt wird. Damit lassen sich Unebenheiten im Untergrund direkt ausgleichen – heute vor allem bei Naturstein und auf unebenen Altuntergründen.

Wann was?

Auf einem ebenen Estrich ist das Dünnbettverfahren die wirtschaftliche und übliche Wahl. Ist der Untergrund uneben, gleicht man ihn besser vorab mit Ausgleichsmasse aus und arbeitet dann im Dünnbett – das ist meist sicherer als ein dickes Mörtelbett. Das Dickbett hat seine Berechtigung bei bestimmten Natursteinen und Sonderfällen.

Aus unserer Praxis

Wir verlegen überwiegend im Dünnbett auf sauber vorbereitetem Untergrund – und weil wir den Estrich oft selbst einbringen, stimmt die Ebenheit von vornherein. Wo nötig, gleichen wir vorher aus. So liegen auch Großformate plan und ohne Höhenversatz.

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