Glossar · Fliesen­arbeiten

Bewegungsfuge

Elastische Fuge, die Bauwerksbewegungen aufnimmt.

Eine Bewegungsfuge (auch Dehnfuge) ist eine elastische Fuge, die Bewegungen des Bauwerks und des Untergrunds aufnimmt, ohne dass der Fliesenbelag reißt. Anders als die normale, mit Fugenmörtel gefüllte Fuge bleibt sie dauerelastisch – meist mit Silikon oder einem Fugenprofil ausgeführt.

Warum sie nötig ist

Estrich und Untergrund dehnen sich bei Temperaturwechseln aus und ziehen sich zusammen – besonders über einer Fußbodenheizung. Eine starre, durchgehende Fliesenfläche würde diese Spannungen nicht mitmachen und an der schwächsten Stelle reißen. Die Bewegungsfuge gibt der Fläche den nötigen „Atemraum“.

Wo Bewegungsfugen hingehören

  • An allen Raumkanten und Wandanschlüssen (dort meist als Silikonfuge).
  • Über vorhandenen Bewegungsfugen im Estrich – diese müssen zwingend in den Belag übernommen werden.
  • Zur Feldbegrenzung großer Flächen und an Türdurchgängen.

Aus unserer Praxis

Bewegungsfugen sind kein Schönheitsmakel, sondern Schadensvorsorge. Wir setzen sie dort, wo sie technisch hingehören, und führen sie sauber aus – denn eine fehlende Bewegungsfuge ist eine der häufigsten Ursachen für gerissene Fliesenflächen.

Fliesen­arbeiten vom Fachbetrieb

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