Armierung (auch Bewehrung) ist die Gewebeverstärkung im Putzaufbau – ein Glasfasergewebe, das in eine Putz- oder Spachtelschicht eingebettet wird, um sie rissfrei zu halten. Sie ist im Putz das, was Stahl im Beton ist: die Bewehrung, die Zugspannungen aufnimmt.
Wofür sie sorgt
- Rissfreiheit: Das Gewebe verteilt Spannungen aus Temperatur- und Feuchtewechseln über die Fläche, statt sie an einer Stelle zum Riss werden zu lassen.
- Überbrückung kritischer Stellen: An Materialübergängen und besonders an Fenster- und Türecken (Diagonalarmierung) verhindert sie die typischen Spannungsrisse.
Worauf es ankommt
Das Gewebe muss im oberen Drittel der Armierungsschicht „schwimmen“ – nicht direkt auf dem Untergrund liegen – und an den Bahnen überlappt verarbeitet werden. Falsch eingebettetes Gewebe (zu tief, ohne Überlappung) verliert seine Wirkung. An Gebäudeecken kommen zusätzlich Eckschutzschienen mit angearbeitetem Gewebe zum Einsatz.
Aus unserer Praxis
Wir betten das Armierungsgewebe fachgerecht in die Spachtel- bzw. Unterputzschicht ein – mit Überlappung und Diagonalarmierung an den Ecken. Das ist der Grund, warum unsere Putz- und WDVS-Flächen dauerhaft rissfrei bleiben.
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